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Region: Pfalz

Statistisch betrachtet ist die Pfalz, bis 1995 hiess dieses Gebiet noch Rheinpfalz, das zweit-grösste deutsche Weinanbaugebiet nach Rhein-hessen. Die Pfalz ist etwa 80 Kilometer lang. Bewirtschaftet werden an die 23.500 Hektar Rebland, das in die beiden Bereiche Mitterhaardt - Deutsche Weinstrasse (die nördliche Hälfte) und Südliche Deutsche Weinstrasse gegliedert ist.

Im Norden grenzt das Gebiet, bei Worms, an Rheinhessen. Hier beginnt das durchschnittlich sieben Kilometer breite Rebland, das sich von den Hängen des Pfälzer Waldes bis in die Rheinebene hinein an die französische Grenze hinzieht. Hier ist die Vegetation fast südländisch.

Die Pfalz bietet, auf sehr unterschiedlichen Bodenformationen, vielen Rebsorten Raum für Entwicklung und Ertrag. Insgesamt werden jährlich etwa 2,4 Millionen Hektoliter Wein erzeugt. Das entspricht einem Viertel der gesamten deutschen Weinmosternte.

Das Gebiet ist in 25 Grosslagen und 322 Einzellagen unterteilt. Die Erträge belaufen sich durchschnittlich auf 110 Hektoliter pro Hektar und sind damit die zweithöchsten in Deutschland. Der Rebsortenspiegel wird angeführt von Riesling, gefolgt von Müller-Thurgau, Kerner, Silvaner und Scheurebe. Die weissen Burgunderreben haben gute Zuwächse. Die klassischen Rebsorten aber nehmen ab.

Bei den roten Sorten sind die Zuwächse ebenfalls erheblich. Hier führt Dornfelder die Statistik an, eine Kreuzung aus Helfensteiner und Heroldrebe aus der Weinbauschule Weinsberg. Portugieser und St. Laurent, einst eine südpfälzische Spezialität, haben sich im gesamten Gebiet bestens bewährt und die grösste Verbreitung. Neuzüchtungen machen in der Pfalz bereits 60 Prozent der gesamten Rebfläche aus. Noch immer werden 50 Prozent der Pfälzer Weine ausserhalb des Gebiets auf Flaschen gefüllt.

Nähert man sich der Pfalz über die Historie, sehen wir ein vielschichtiges Land das viel bietet. Bereits die Römer haben vor über 2000 Jahren an den Hängen des Pfälzer Waldes Weinreben angepflanzt und kultiviert.
An der Mittelhaardt ? die zusammen mit dem Kaiserstuhl in Baden die wärmste Klimazone Deutschland?s darstellt ? , rund um die Weinorte Deidesheim, Forst, Kallstadt oder Ruppertsberg, sind die besten Lagen zu finden, deren Gewächse vielleicht zu den fest strukturiertesten gehören

Das dies heute so ist, gründet auf zahl-reichen Initiativen von Winzern und Politikern. Allen voran die drei grossen B`s: Basserman-Jordan, Reichsrat von Buhl und Bürklin-Wolf. Weingüter, die weitgehend ungestört ihre Qualitäten entwickeln konnten und so die Maßstäbe für die Weine aus den Spitzenlagen festlegten.

An der Rotweinfront hat sich viel getan in der Pfalz. Dies kommt auch nicht so von ungefähr. Waren doch vor etwa drei Jahrhunderten hier, wie in fast ganz Deutschland, die Weinberge überwiegend mit roten Burgunderreben bepflanzt. Sicher auch unter dem Einfluss der burgundischen Mönche. Heute wird, neben neuen roten Sorten, auch wieder Spätburgunder sehr erfolgreich kultiviert.

Es ist erfreulich zu beobachten, wie sich ein deutsches Weinanbaugebiet wieder auf sein Können und sein Potential besinnt. Das Miteinander Können, hat nicht nur bei den Pfälzer Winzern Eindruck gemacht und Wirkung gezeigt, sondern ist bei vielen deutschen Winzern, in anderen Weinanbauregionen, zum Vorbild geworden.

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