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Region: Elsaß

GESCHICHTE
Das Elsass war stets ein Grenz- und Durchgangsland Europas. Es wurde schon von den Kelten, den Römern, den Alemannen und den Franken regiert. Nicht umsonst nannten die Römer die Hauptstadt Strateburg "die Stadt der Straßen". Heute ist Straßburg eine der Städte für Europas Zusammenarbeit. Im Verlauf der Geschichte gehörte das Elsass abwechselnd zu Deutschland und Frankreich. Erst Ende des 17. Jh. kam es unter französische Herrschaft. Dies war auch die Zeit, als der Weinbau so richtig begann. Während der Zeit unter Deutschland, 1871-1919, wurde eine Menge einfachen deutschen Rheinweins erzeugt. Die Weinberge wurden nach dem 2. Weltkrieg größtenteils neu bestockt.

GEOGRAPHIE
An den Ost- und Südhängen der Vogesen und in der angrenzenden Rheinebene dehnt sich diese sehr malerische Region 100 km lang und 1-5 km breit aus. Die berühmtesten Weingüter liegen in HAUT-RHIN. In BAS-RHIN sind die Vogesen niedriger und schützen schlechter gegen Regen. Hier reifen die Trauben nicht so schnell. Es gibt viele verschiedene Mikroklimas.

BODEN
Komplizierte Zusammensetzungen. Vor allem Kalksteinhügel, daneben Mergel und Sand/Lehm-Gemische.

WEINE
Vor allem Weißweine, aromatisch mit entwickelter Blume. Traditionell werden deutsche Rebsorten verwendet, die aber auf französische Weise verarbeitet werden, d.h., die Weine werden trocken ausgebaut. Die Rebsorte ist wichtig, weil die Weine in der Regel nur aus einer Sorte die dem Wein ihren Namen und Charakter gibt, hergestellt sind. Der EDELZWICKER ist ein Wein einfacher Qualität, für den mehrere Rebsorten gemischt werden. CRÉMANT D'ALSACE, ein Schaumwein, wird nach der Champagner-Methode aus mehreren Rebsorten hergestellt. GRANDS CRUS sind Weine aus den "edlen" Trauben der genau abgegrenzten besten Lagen. VENDANGE TARDIVE und SÉLECTION DE GRAINS NOBLES werden aus spät geernteten Trauben, die letztere auch aus mit Edelfäule befallenen Trauben hergestellt und sind mehr oder weniger süß. Ein kleiner, aber wachsender Anteil Pinot Noir wird heute in kräftigerem Stil hergestellt. Beinahe alle Weine haben AOC-Qualität und machen 20% alter AOC-klassifizierten Weine Frankreichs aus.

REBSORTEN
Edle Sorten sind Riesling, Gewürztraminer, Pinot Gris (Tokay) und Muscat. Weniger edle Sorten sind Sylvaner, Pinot Blanc und Chasselas. Pinot Noir wird für die Rot-, Weiß-, Rosé- und Schaumweinerzeugung verwendet.

WEINHERSTELLUNG
Traditionelle Weißweinherstellung. Die Weine werden in der Regel so trocken wie möglich ausgebaut. Vendange Tardive und Sélection de Grains Nobles enthalten mehr oder weniger Restsüße.

WEINGESETZ
Ein wichtiger Unterschied zu anderen Regionen ist, dass die Rebsorten wichtiger als das Anbaugebiet sind. Oft wird nur die Rebsorte alleine oder in Kombination mit dem Weingutsnamen auf dem Etikett angegeben. Der Wein muss mindestens 8,5 % Vol. natürlichen Alkoholgehalt haben. Die Anreicherung mittels Zucker (Chaptalisierung) ist bis zu 2,5 % Vol. erlaubt. Der Wein muss im Elsass abgefüllt werden.

PRODUZENTEN
Nahezu 9 000 Produzenten. Hier wurde die erste Genossenschaft in Frankreich im Jahr 1895 gegründet. Heute wird von den Genossenschaften 30% der Gesamtproduktion erfasst. Weitere 30% werden direkt durch den Erzeuger abgefüllt und 40% durch die Négociants.

REBFL/PROD
14 500 ha, ca. 1,3 Mio. hl/Jahr, davon nur ca. 5%, oder 70 000 hl Rotwein. 25% Export.

Galerie

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