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Region: Rheinhessen

Dieses größte deutsche Anbaugebiet erstreckt sich auf der westlichen Rheinseite von Mainz in südlicher Richtung bis Worms und grenzt im Westen an das Nahegebiet. Trotz seines Namens ist Rheinhessen ein Regierungsbezirk von Rheinland-Pfalz und teilt sich, weinrechtlich betrachtet in die drei Bereiche Wonnegau, Nierstein und Bingen. 24 Grosslagen und 446 Einzellagen machen es selbst dem Weinkundigen schwer sich zurechtzufinden. Willkommene Hilfe bei der Suche nach dem klassischen Rheinhessenwein ist das Aushängeschild ?Rheinfront? Ein Teilgebiet, das zwischen Nackenheim und Worms liegt. Hier gedeihen vor allem Rieslinge auf Tonschieferböden des sogenannten ?Roten Hangs? zwischen Nackenheim und Nierstein. Die südliche Ausrichtung der Rebhänge quer zum Rheingraben bietet der empfindlichen Rebsorte beste Bedingungen. Qualitativ bemerkenswert sind die Weine aus Alzey, Bingen und Ingelheim. Letzterer Ort wird wegen seiner Rotweine international geschätzt.

Traditionell ist Silvaner die Hauptrebsorte in Rheinhessen. Zuletzt hatte sie aber nur noch einen Anteil von etwa 20 Prozent an der Gesamtanbaufläche. Dem entgegen zu steuern kreierte man bereits Mitte der 1980er Jahre den ?Rheinhessen Silvaner?, kurz RS genannt. Damit wird ein reinsortiger, trockener Weisswein angeboten, der sich modern und fruchtbetont präsentiert und sich gut von den sonst üblichen ?Landweinen? absetzt. Ansonsten findet man auf den rheinhessischen Weinäckern alles an Reben was so in den letzten Jahrzehnten auf den Markt gekommen ist. Sicher hat dazu auch beigetragen, dass sich in Alzey eine der bekanntesten Rebenzuchtanstalten Deutschlands befindet. Damit liegen die Versuchsfelder quasi direkt vor der Kellertüre.

Über 3000 rheinhessische Erzeuger vermarkten ihre Weine selbst. Da ist es nicht so leicht, interessante Weine zu finden. Doch bereits im Jahr 1970 haben mutige Winzer sich dem umweltschonenden und ökologischen Weinbau verschrieben. Sie waren die ersten in Deutschland überhaupt. Damals, mehr als eine Marktlücke gesehen, hat diese Produktionsideologie bis heute viele Nachahmer gefunden und ist oft bereits zum Standard geworden, ohne dass man darüber spricht.

Heute besinnt sich eine neue Generation von Winzern wieder auf die klassischen Rebsorten. Viele Weinbau-Betriebe werden nunmehr von den nächsten geführt. Oft haben die jungen Betriebsinhaber nach Ihrer Ausbildung Erfahrungen im Ausland gesammelt, die nun hier in Rheinhessen in den Weinbau und die Weinbereitung einfließen. Zusätzlich hat man die Struktur der Böden in den letzten Jahren weiter erforscht und geht von nunmehr 13 verschiedenen Bodenhaupttypen in Rheinhessen aus. Hier bietet sich den ?jungen Wilden?, wie die neue Winzergeneration in Rheinhessen genannt wird, eine Spielwiese, die alle Weinkenner mit großem Optimismus in die Zukunft blicken lässt.

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